Jörg Boner – CAMANA 2018

LICHT GESTALTEN UND LICHT GEBEN, DIE NEUE LEUCHTENFAMILIE.

Dem Entwurf der Leuchtenfamilie CAMANA liegenzwei Ideen zugrunde: das Licht als Gestaltungsmittel einerseits und die Integration des Kabels in die Leuchte andererseits. Die Lichtführung ist so gewählt, dass ein intimes, konzentriertes Licht nach unten austritt. Gleichzeitig entsteht durch die Lichtaustrittsöffnung nach oben eine indirekte Beleuchtung.

Das raffinierte Lichtspiel setzt eines der wichtigsten Details, den Übergang der Leuchte zum Kabel, wirkungsvoll in Szene. Das Kabel, verantwortlich für die Stromzufuhr, ist oft ein notwendiges Übel. Nicht so bei diesem Entwurf. Das weisse Textilkabel wird auf subtile Art in die Leuchte geführt. Der Übergang in den gleichfarbigen Reflektor wird zum charakterisierenden Merkmal der Leuchte. Das Kabel der Hängeleuchte wird so zum integralen Bestandteil. Durch die Lichtführung wird dieses Detail unterstrichen.

Die Leuchtenfamilie CAMANA besteht in ihrem Kern aus zwei Teilen: einem Leuchtenschirm aus sehr dünnem Aluminium, erhältlich in vier Farben und zwei Grössen, sowie einem Reflektor ausmattweissem, hochwertigem Kunststoff. Dieser nimmt die E27-Fassung auf, die mit modernsten LED-Leuchtmitteln bestückt werden kann.

Als eigentliche Erfindung darf der Reflektor bezeichnet werden. Er ist verantwortlich für die Lichtführung und verbindet Kabel und Leuchtenschirm. Bei der Steh- und Tischleuchte wird der identische Reflektor um 180 Grad gedreht eingebaut und das Kabel ins Stehrohr geführt. Durch ein ebenso ausgeklügeltes Detail im Stehrohr tritt das Kabel über der Sockelplatte wieder aus.

Die Variation von Farbe, Grösse und Funktion hingegen ist über den Leuchtenschirm und das Stehrohr möglich. Somit lassen sich viele unter schiedliche Ausführungen realisieren. Sie basieren alle auf dem gleichen Prinzip und bilden so eine vielfältig einsetzbare Leuchtenfamilie.

Basierend auf diesem einfachen Konstruktionsprinzip mit wenigen Komponenten wird CAMANA fast vollständig in der Schweiz hergestellt. Nur die Kunststoffteile werden in Norditalien produziert.

Als Hängeleuchte ist CAMANA vor allem über Tischen einsetzbar. Sie fokussiert das Licht auf die Tischfläche und sorgt für eine dezente Beleuchtung der Raumdecke. Der ganze Raum wird somit auch indirekt beleuchtet. So entsteht mitbrillantem Licht eine atmosphärische und intime Lichtsituation um einen Tisch oder an einer Bar.

Als Stehleuchte ist CAMANA vor allem als Lese und Stimmungslicht neben Sofas, Sesseln oder in Leseecken einsetzbar. Ganz bewusst ist sieweniger hoch als übliche Stehleuchten, um einer sitzenden Person eine ideale Beleuchtung zu bieten.

Als Tischleuchte kann sie vielfältig eingesetzt werden: zum Beispiel als dekorative Beleuchtung auf dem Sideboard oder als funktionale Leuchte an einem Arbeitsplatz.

CAMANA ist ein kleiner Weiler im Safiental im Kanton Graubünden. Jörg Boner hat diesen Namen nicht nur wegen des passenden Wortklanges für seine neue Leuchtenfamilie gewählt, sondern auch wegen der offenen und lichtdurchfluteten Landschaft dieses einzigartigen Ortes in seinem Heimatkanton.

Hängeleuchte CAMANA, Ø 33 cm, Leuchtenschirm, gelb oder rot, CHF 169.– Ø 43 cm, Leuchtenschirm, grün oder blau, CHF 199.–

Stehleuchte CAMANA, Ø 43 cm, H 142 cm, Leuchtenschirm, grün oder blau, CHF 399.–

Tischleuchte CAMANA, Ø 33 cm, H 56 cm, Leuchtenschirm, gelb oder rot, CHF 229.–

Hier geht es zum Produktvideo:

VITA Jörg Boner

Seit 2001 entwirft Jörg Boner (*1968) in seinem Designstudio in Zürich Gebrauchsgegenstände, Leuchten und Möbel. Immer wieder stellen seine Entwicklungen althergebrachte Produktionsweisen in Frage. Die Innovation in der Herstellung und die Funktion in der Benutzung stehen genauso im Zentrum seiner Arbeit, wie die Schönheit und die Anmut der Dinge. Jörg Boner gehört zu den wichtigsten Schweizer Designern der Gegenwart und ist Träger des Schweizerischen Grand Prix Design (2011). Für Atelier Pfister hat er die Leuchtenfamilie LAVIN, das Bett FTAN sowie den Stuhl und Tisch JUPPA entwickelt.

Hier geht es zum Designer-Interview:

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.